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EHC Lausen Postgame: vom schmalen Grat zwischen Curling und Ovechkin...

Reporter 23.10.2017

HC Fischbach-Göslikon - EHC Lausen 4:5 (2:1, 2:1, 0:3)

Am Samstag 22.10.2017 stand für den EHC Lausen die erste Meisterschaftspartie auswärts gegen den HC Fischbach-Göslikon an. Da kurz nach der ersten Eisreiningung noch vor Spielbeginn ein kurzer Regenschauer einsetzte war das Eis für Hockey unbespielbar aber perfekt präpariert für eine Curlingpartie. Und so startete der EHC Lausen mit einem neuen Schlachtruf (unverständliches italienisch, gefolgt von einem unkoordinierten «Hei») in den ersten Curlingmatch der Vereinsgeschichte.

Im ersten End eröffnete FiGö das Score mit einem wohlplazierten Stein im Haus der Gäste (Simmen 9.’). Darauf folgten diverse missglückte Steine der Lausener, bis der neue Skip S.K. aus Ziefen (oder Zeifen?) einen Lausner Stein hinter der gegnerische Teeline im Haus platzierte um auszugleichen (Krattiger 15.’). Wenige Steine später konnte der Gegner erneut einen ungedeckt durch die in der Free-Guard Zone schwach positionierte Verteidigungslinie ins Lausner Haus wischen (Fischer 18.’) und somit das erste End mit 2:1 beenden.

Im zweiten Drittel war die Eisqualität dann aber wieder ausreichend für Eishockey. Dafür wurde nun von den Schiedsrichtern etwas konsequenter gepfiffen. Der Vorteil davon war, dass das von Ovechkin und den Capitals gespielte und von der ersten EHCL-Linie ausführlich mittels Youtube-Lifehack-Videos studierte 1-3-1 Powerplay auch im praktischen Einsatz geübt werden konnte. Doch in der Praxis stellte sich heraus, dass man bei der Online-Schulung ein wesentliches Detail übersehen hatte: Ovechkin spielt rechts! Und so konnte im zweiten Drittel nur eine der vier Powerplay-Situationen erfolgreich genutzt werden (Beugger 34.’). Bei zwei Gegentoren (Wernli 22.’, 37.’) endete auch das zweite Drittel mit 2:1 für den Gastgeber.

Im dritten Drittel folgte dann das, was Unerfahrene Aufholjagd nennen würden. Kennern der traditonellen Lausner Spielweise ist aber bekannt, dass dies lediglich die erfolgreiche und routinierte Umsetzung eines altbewährten und effizienten Kosten-Ertrags-Managements darstellt: Wie der Radfahrer gilt es, so lange im Rückenwind des Gegners die eigene Energie zu sparen bis der Leader erste Ermüdungserscheinungen zeigt, um dann zuzuschlagen und die Führung zu übernehmen. Durch zwei weitere erfolgreiche Powerplays (Beugger 41’, Bürgin 50.’) und einem dritten Tor (zum Hattrick Beuggers 56.’) wurde diese Strategie erfolgreich umgesetzt und der Sieg nach Hause getragen.

Wer sich eine unvoreingenommene Übersicht über den Spielverlauf machen möchte, der sei auf den offiziellen Spielbericht [hier] verwiesen. Das nächste Heimspiel der ersten Mannschaft findet am kommenden Samstag, 28.10.2017 um 20.15h auf der Kunsti Sissach statt.