> Zurück

Lausen I: kei Sach für Reinach

TL 06.02.2017

Das Wichtigste vorweg: Für die positiven Schlagzeilen sorgte an diesem Samstag, 4. Februar 2017, Lausens Captain. In den frühen Morgenstunden freute sich Stefan Rudin (Bild unten) über die Geburt seiner Tochter Lara. An dieser Stelle gratuliert der EHC Lausen der Familie Rudin und wünsch ihr für die Zukunft alles Gute. Gleichzeitig hoffen wir, dass uns Papa Rudin trotz Vaterfreuden auf dem Eis erhalten bleibt.

 

Ein schmales Lausner Kader wollte am vergangenen Samstag im letzten Auswärtsspiel der Saison nochmals punkten. Vor ansprechender Kulisse (95 Zuschauer) zeigte sich das Heimteam aus Reinach ab diesem Vorhaben unbeeindruckt und startete äusserst engagiert in die Partie. Bereits nach wenigen Sekunden klebte Lausens "Enfant terrible" Schäublin ein erstes Mal an der Bande. Trotz einiger Checks und guten Abschlüssen auf beiden Seiten endete der erste Abschnitt torlos.

Im Mitteldrittel übte sich Häfelfinger in der Disziplin "Scheibe (zu) hoch aus dem eigenen Drittel befördern". Obwohl die Bande hoch und beim zweiten Versuch sogar noch höher war, bekundete er keine Mühe. Die Schiedsrichter honorierten diese Leistung und beorderten ihn zu recht für beide Male auf die Strafbank. Beim nächsten Überzahlspiel der Reinacher fand Divicenzos Schuss von der blauen Linie, vorbei an Freund und Feind, den Weg ins Lausner Gehäuse. Nach dem sehenswerten Ausgleichstreffer durch den älteren der beiden Gunzenhauser, einigte man sich bei Lausen darauf, ein Geschenk in der Form eines halb leer stehenden Tores nicht zu nutzen und offerierte stattdessen selbst eines. Stephan Wyssling nahm dankend an und erhöhte fürs Heimteam auf 2:1.

Nach 35 Minuten wurde es nicht der, sondern einer Scheibe zu viel. Sie mochte dem Geschehen nicht länger zusehen, verabschiedete sich rückwärts aus der Verankerung oberhalb der Bande und unterstrich ihren Unmut über das Gezeigte beim unüberhörbaren Fall auf den Betonboden. Die Schiedsrichter schickten die Teams vorzeitig in die Pause. Häfelfinger war darüber sichtlich enttäuscht, hätte er die Gunst der Stunde doch gerne genutzt und das Spielgerät zum persönlichen Hattrick über den Spielfeldrand befördern wollen.

Nach einem vermeidbaren Doppelschlag des Gegners suchte Lausen sein Heil in der Offensive. Die Belohnung erfolgte druch Corey Busers Anschlusstreffer zum 2:4. Die Wynentaler waren an diesem Abend aber nicht mehr gewillt, den Baselbietern noch mehr Räume im eigenen Drittel zur Verfügung zu stellen, und schaukelten das Ding sicher nach Hause.

Somit rutscht Lausen I auf den mageren 6. Rang ab und wird vermutlich auch am Ende der Saison dort stehen. Dieses Abschneiden ist wahrlich enttäuschend, weil man beide Saisonziele nicht erreichen konnte (für einmal ohne Ironie). Den würdig verabschiedeten Gegenspielern Kummli und Hächler wünscht der EHC Lausen eine glückliche Hockeypension (ebenfalls ohne Ironie).